Archiv von Juli, 2009
Staat darf Alte nicht diskriminieren
Gleiches Recht für alle. Das gilt auch für den deutschen Staat. Das Verwaltungsgericht Mainz entschied in einem Fall bei dem der Staat in einer Stellenausschreibung ausdrücklich nach „jungen Beamten“ gesucht hatte. Es wies die Klage eines 49-jährigen Mannes nach Schmerzensgeld ab. Dieser hatte sich auf die Stelle beworben, und wurde nicht eingestellt – aufgrund des Alters, wie der Kläger meinte. Nach Auffassung der Richter dürfen alte Bewerber gegenüber ihrer jüngeren Konkurrenz nicht benachteiligt werden. Eine Einschränkung dieses wegweisenden Urteils lieferten die Richter zum Leidwesen des Klägers gleich mit: Schadenersatzansprüche können nicht geltend gemacht werden. Auch wenn der Oldie bei der Stellenvergabe das Nachsehen hatte.
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- 30. Juli 2009
Sterbehilfe – Star-Dirigent stirbt auf eigenen Wunsch
Der Freitod des britischen Star-Dirigenten Sir Edward Downes entfacht die Diskussionen um das Thema Sterbehilfe auf Neue. Downes und seine unheilbar an Krebs erkrankte Ehefrau wendeten sich an die Schweizer Sterbeklinik Dignitas, um dort Begleitung beim Übergang in den Tod zu erhalten. Nach Angeben des Sohnes litt der Dirigent nicht an einer unheilbaren Krankheit. Der 85-Jährige beklagte aber schwerwiegende alterstypische Erscheinungen wie den Verlust des Gehörs, starke Beeinträchtigungen des Sehvermögens und andere Gebrechen. Aus diesen Gründen entschloss sich das Ehepaar aus dem Leben zu scheiden – und haben so die Diskussionen um das Thema Sterbehilfe in vielen europäischen Ländern in die Schlagzeilen gebracht.
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- 28. Juli 2009
Umstrittene elektronische Gesundheitskarte
Mehr Mitsprache, mehr Qualität, mehr Effizienz – unter diesem Motto bringt das Bundesgesundheitsministerium die sogenannte elektronische Gesundheitskarte an den Start. Sie löst die bis dahin gültige Krankenversicherungskarte ab und soll durch Vernetzung zu einer verbesserten Patientenversorgung und –behandlung sorgen. Nicht weniger als eine optimierte Kommunikation, eine wirkliche Kostensenkung und die Stärkung der Patientenrechte will das kleine Plastikkärtchen im Scheckkartenformat erreichen. Ein integrierter Mikroprozessorchip soll’s möglich machen. Die Krankenkassen haben erklärt, dass sie in der Startregion Nordrhein ab dem 1. Oktober 2009 damit beginnen werden, elektronische Gesundheitskarten an ihre Versicherten auszugeben. Die Vorbereitungen hierzu laufen bereits.
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- 23. Juli 2009
Sparpläne fürs Alter
Drei Prozent sind schon gut
Banksparpläne sind keine Renditeturbos, dafür aber sicher, schreibt die August-Ausgabe von Finanztest. Auf der Suche nach guten Verträgen wurden 33 Sparpläne durchgerechnet – aber nur wenige „gute“ gefunden: mit fester Zinstreppe, also ansteigenden Zinsen und Kündigungsrecht, und mit fester Laufzeit ohne Kündigungsrecht.
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- 21. Juli 2009
Krank im Urlaub – Risiken falsch eingeschätzt
Acht von zehn Deutschen fürchten sich davor im Urlaub an Malaria zu erkranken. Die Tropeninfektion wird unter den Reisekrankheiten am meisten gefürchtet. Doch die Gefahr ist lange nicht so groß, wie angenommen. Statistische Zahlen sprechen eine andere Sprache. Denn: Jährlich infiziert sich nur einer von 100.000 deutschen Urlaubern mit Malaria. Die Gesundheitsrisiken auf Reisen lauern dagegen an anderer Stelle. Die größte Gefahr bei Auslandsreisen geht von Durchfallerkrankungen aus. Nach Informationen des renommierten Robert Koch Instituts erkrankt jeder dritte Reisende daran. Die Auswirkungen sind ernst und reichen von kurzzeitigen Infekten bis hin zum tödlichen Ausgang. Älteren Menschen setzen Durchfallerkrankungen oft besonders zu. Trotzdem stufen sechs von zehn Deutschen dieses Krankheitsbild als ungefährlich ein. Das hat eine repräsentative Studie vom „Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G“ mit dem Titel „Gesundheit auf Auslandsreisen“ ergeben. Weil die Gesundheitsgefahren falsch eingeschätzt werden, mahnen Experten seit Jahren eine bessere Information und vorbeugendes Verhalten an.
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- 21. Juli 2009






