Marcel Reich-Ranicki
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| Marcel Reich-Ranicki Sein Leben in Bildern |
Marcel Reich-Ranicki (gebürtig Marceli Reich; *2. Juni 1920 in Wloclawek, Polen) ist ein deutscher Publizist und gilt als der einflussreichste deutschsprachige Literaturkritiker der Gegenwart.
Er wurde als drittes Kind des Fabrikbesitzers David Reich und dessen Frau Helene Reich geb. Auerbach geboren. Er wuchs in einer assimilierten, jüdischen, deutsch-polnischen Mittelstandsfamilie auf. Seine älteren Geschwister waren Alexander Herbert (1911–1943) und Gerda (1907–2006). Die Mutter war Deutsche und kam sich in der polnischen Provinz verloren vor. Ihre große Sehnsucht war eine Rückkehr nach Berlin. Reich-Ranicki beschreibt sie als sehr liebevoll und zugleich „weltfremd“. Der Vater besaß eine kleine Fabrik für Baumaterialien, war aber als musischer Mensch im Kaufmannsberuf unglücklich und „vollkommen ungeeignet“; 1928 musste er den Bankrott anmelden. Reich-Ranicki durfte als einziger seiner Geschwister die deutsche Schule von Wloclawek besuchen.
Er war 1960 - 1973 ständiger Literaturkritiker der Hamburger Wochenzeitung “Die Zeit” und leitete 1973 - 1988 in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” die Redaktion für Literatur und literarisches Leben. In den Jahren 1968/69 lehrte er an amerikanischen Universitäten, 1971 - 1975 war er ständiger Gastprofessor für Neue Deutsche Literatur an den Universitäten von Stockholm und Uppsala, seit 1974 ist er Honorarprofessor an der Universität Tübingen, in den Jahren 1991/1992 bekleidete er die Heinrich-Heine-Gastprofessur an der Universität Düsseldorf. Seit 1988 leitete er das “Literarische Quartett” im Zweiten Deutschen Fernsehen.
Reich-Ranicki erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem: die Ehrendoktorwürde der Universitäten Uppsala, Augsburg, Bamberg und Düsseldorf, den Ricarda-Huch-Preis (1981), den Thomas-Mann-Preis (1987), den Bayerischen Fernsehpreis (1991), den Ludwig-Börne-Preis (1995), die Ehrendoktorwürde der Berliner Humboldt-Universität (2007) sowie den Henri Nannen Preis für sein journalistisches Lebenswerk (2008).
Bundeskanzlerin Angela Merkel
lobt Reich-Ranicki als „Ikone des Feuilletons“
Literaturkritiker bekommt Henri Nannen Preis für sein
Lebenswerk – Beste Reportage über Doppelmord von Tessin
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Detlef Klemme
BLiCKpunkt Redaktionsbüro
Tags: 1920, 88 Jahre, 9783423308281, Angela Merkel, Marcel Reich-Ranicki, Sein Leben in Bildern





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