Offene Beine

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Offene Beine – oft ein Drama, das nicht sein müsste! Hautverpflanzung unnötig!

Ulcus cruris - Foto: Klinik am Ruhrpark Bochum
Schweres Ulcus cruris – nicht schön, aber behandelbar.
Foto: Klinik am Ruhrpark Bochum

Bochum, 29. Juli 2010 – Warum müssen Patienten jahrelang an nicht heilenden Beinwunden leiden?
80% aller sogenannter Offener Beine haben Venenerkrankungen als Ursache.
Viele Köche verderben den Brei? Es scheint so,denn die Odyssee der Patienten ist legendär. Immer teurere sogenannte” moderne Wundheilungssysteme” überschwemmen den Markt.Unnötigerweise! Denn es ist völlig unwichtig, welche Wundauflage verwendet wird, so der Leitende Arzt der Klinik am Ruhrpark Bochum, einer der ältesten Fachkliniken Deutschlands zur Behandlung von Patienten mit Offenen Beinen.
Ursache ist meist ein Überdruck im Bein, der beseitigt werden muss.

Die Klinik am Ruhrpark Bochum hat sich seit 1992 auf derartige Behandlungen spezialisiert. Mehr als 500 Offene Beine konnten abgeheilt werden, in den allermeisten Fällen ohne Hautverpflanzung, das längste Ulcus bestand 25 Jahre. Und Rezidive treten äußerst selten auf und sind meist unkompliziert, da der Betreffende nun früher kommt! Quasi auf natürliche Art wird der Druck aus dem Bein genommen. Eine spezielle ausgefeilte Verbandstechnik bis zu 3x täglich beseitigt jede Schwellung und Entzündung. Das durch Thrombosen und Lymphstau behinderte Blut fließt wieder schneller. Zusätzlich wird die Bochumer Venenhose angewandt. Ein Luftdruck-Therapiewellengerät massiert das Bein mit sanften Wellen und beschleunigt den Abtransport von Schlackeprodukten, der Lymphabfluss verbessert sich, die Venen fließen schneller und die oft unglaublich verhärtete Haut wird wieder weich und elastisch. Derartige Geräte zur intermittierenden Kompression können den Patienten auch zur häuslichen Selbstanwendung verordnet werden. Die Beihilfestellen haben gelernt und genehmigen derartige Geräte meist problemlos,wenn die Begründung stimmt.

Bestehen Offene Beine trotz kompetenter Therapie mehr als 3 Monate ohne Heilungstendenz,sollte eine stationärer Intensivtherapie in einer Fachklinik erfolgen. Bis zu 6x täglich Venenhose und 3x täglich Kompressionsverbände bei gleichzeitiger Wundversorgung, fast nie ist eine Hautverpflanzung nötig,lassen sich nun mal nicht erfolgreich ambulant machen. Oft hat der Patient vor Ort schon alle Ärzte durch und das Bein ist dennoch nicht abgeheilt. Manchmal sind Krampfaderoperationen nötig um die Heilung zu unterstützen, auch in hohem Alter dank guter Anästhesie möglich.” Die letzte Patientin war 85 und fit, so der Chefarzt.

Derartige Fälle können in unserer Klinik bestens erfolgreich behandelt werden,so der Leitende Arzt Ullrich Katz. Eine umfangreiche Fotodokumentation kann diese Aussage untermauern. “Leider dürfen wir diese Vorher-Nachher-Fotos nicht ins Netz stellen, obwohl sie den Patienten Mut machen würden!” so Ullrich Katz. “Ich war schon bei der AOK Bochum, mit dicken Ordnern, das Interesse war gering”, ‘sie müssen ja von irgend was leben‘, so die zynische Antwort eines Angestellten der AOK Bochum, dessen Frau jedoch in unserer Behandlung stand, sie war ja privat versichert!”

Leider lehnen die gesetzlichen Krankenkassen die Kostenübernahme oft ab , mit dem irrigen Hinweis, es gäbe genug Behandler! Bleibt die Frage,warum gibt es dann eigentlich Offene Beine über viele Monate und Jahre, die nicht heilen? “Manchmal ist es ein Kampf gegen Windmühlen” so Ullrich Katz.
Und oft bleibt blinde Wut über die Ignoranz der Kassen. Wenn sie sich für ihre Kunden -unsere Patienten-einsetzen würden, hätten wir längst Verträge, so bleibt unsere Spezialklinik für Offene Beine leider nur Privatversicherten vorbehalten, oder Selbstzahlern. “Meine Bemühung um Zulassung zur Versorgung von gesetzlich Versicherten wird abgelehnt, mit dem Hinweis, es gäbe keinen Bedarf. Warum gibt es dann wöchentlich bis zu 5 Patienten die uns anrufen, aber sich die Privatbehandlung nicht leisten könne? Bei diesen machen wir dann eine Fallpauschale, damit die Patienten die Kosten übersehen können”, so der Leitende Arzt. Nachteil dabei ist, dass die Klinik das Risiko der erfolgreichen Behandlung mit trägt.
Wenn die Beinwunden, das Ulcus cruris jahrelang bestand, kann die erfolgreiche Abheilung schon mal Monate dauern. Aus diesem Grunde sind wir eher wie ein Hotel und nicht wie ein Krankenhaus aufgestellt. Klein und familiär, so soll der Patient möglichst den Krankenhauscharakter vergessen.

Quelle: openPR / Klinik am Ruhrpark Bochum

 

Artikel eingestellt von Detlef Klemme - BLiCKpunkt Redaktionsbüro  Detlef Klemme
  Chefredakteur
  im BLiCKpunkt Medienverbund


 
 

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5 Reaktionen zu “Offene Beine”

  1. Jörn K.

    Sehr guter Beitrag, der voll ins Ziel trifft. Ich habe 2 Jahre in einer Klinik eine Lymphangiologie mit aufgebaut, auf der wir sehr viele Ulcus Cruris Patienten äußerst erfolgreich behandelten. Teilweise waren diese “offenen Beine” noch älter als 25 Jahre. Wir haben untereinander Wetten abgeschlossen, in welcher Zeit wir die Beine wieder zu bekommen. Unsere Haupttherapie war: Lymphdrainage (um den Lymphfluss anzuregen), Wundreinigung (um die Selbstheilung zu unterstützen), individuelle Wundauflagen (um das Wundklima feucht zu halten), Gewebsmobilisation (um das Gewebe um und im Wundgebiet zu mobililisieren, nur so können neue Blutgefäße einsprießen) und Kompressionstherapie (um den Druck im Gewebe zu reduzieren). Von 10 Patienten haben wir 9 geschlossen wieder nach hause schicken können. Viele dieser Patienten haben sehr viele Jahre lang die Behandlung beim Hausarzt durchführen lassen, was fast nie erfolgreich war.

    Wer in Berlin wohnt und Interesse an einem individuellen Beratungsgespräch hat, kann mich gerne anrufen. 0178 1456724

    Viele Grüße
    Jörn K.

  2. Gabriela Kraft

    Hallo Herr K,
    ich bin Krankenschwester hier auf Teneriffa und versorge eine Frau 67 Jahre. Sie hat eine offene Stelle am linke Bein, am Schienbein, das gelähmt ist. Sie hat einen extremen Lymphstau im Fuß und keine Massage oder andere Behandlung hilft. Was kann man tun. Vielleicht haben Sie eine Idee was ich noch machen kann. Sie ist hier auch in ärztlicher Behandlung, aber nicht schlägt an.
    Über eine kurze Nachricht würde ich mich sehr freuen.
    Gabriela Kraft

  3. Jobs Anästhesie Fachkrankenpfleger

    Guten Tag,
    Es können meiner Meinung nach durch Lymphdrainage und Wundreinigung die besten Ergebnisse erziehlt werden.
    Es gibt Menschen, die schwören auf Hundespeichel, würde ich aber ganz stark von abraten, denn dieser ist zu 90% der Fälle verunreinigt

    Torben des Zentrums

  4. Jörn K.

    @Torben: Hundespeichel zu nutzen dürfte eine Anzeige wegen Körperverletzung nach sich ziehen. Also, bitte so etwas nicht weiter verbreiten auch wenn Sie Ihre Aussage ein Stück relativieren.

    @ Gabriela Kraft: Leider haben Sie nicht angerufen und ich bin das erste mal nach einem Jahr wieder hier. Wenn Sie das befolgen was ich oben geschrieben habe, bekommen Sie fast alles dicht. Hoffe Ihr Patient ist wieder oben auf und Sie lesen das noch einmal.

    Nach meinem Kommentar hatte sich ein 68 Jahre junger Patient aus Berlin gemeldet, der über 5 Jahre offene Beine hatte. Er wurde in dieser Zeit intensiv in der Charite behandelt, jedoch konnten die keinen Erfolg erzielen. Ab dem ersten Tag meiner Behandlung waren die Schmerzen weg und nach drei Monaten waren alle Wunden dicht. Warum ich das schreibe? Ein wenig Eigenwerbung, da mein Angebot mich zu kontaktieren immer noch besteht. Mein Patient ist gern für Auskünfte zu meiner Person und der Behandlung bereit und ich würde den Kontakt entsprechend herstellen. Also, fast alle offene Beine können innerhalb weniger Wochen oder Monate geschlossen werden.

    Viele Grüße
    Jörn K. Mobile: 0178 1456724

  5. Antje S.

    Hallo Herr K.

    Ich bin schon seit längerer Zeit auf der Suche nach jemandem, der meiner Mutter helfen kann. Sie leidet seit fast 30 Jahren an offenen Beinen, wahrscheinlich aufgrund einer Thrombose. Es sind beide Beine betroffen, sie war schon bei vielen Ärzten in Behandlung, aber nichts scheint zu funktionieren. Ihr werden immer nur Salben verschrieben, die nicht helfen, und es wird immer schlimmer. Mittlerweile nimmt sie bis zu 7x mal am Tag Schmerzmittel. Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung Ihrerseits freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Antje S.

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