Nichtraucher werden – Die schrittweise Entgiftung des Körpers

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Vorsatz für das neue Jahr. Aufhören zu rauchenViele Raucher wissen, dass Nikotin schädlich für ihre Gesundheit ist. Raucher erkranken häufiger an Krebs sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten. Das Leben wird um durchschnittlich fünf bis neun Jahre verkürzt, laut Deutschem Krebsforschungszentrum. Trotzdem ist für viele der Nikotinverzicht ein unüberwindbares Hindernis. Haben Raucher es einmal geschafft, von Zigaretten die Finger zulassen, profitiert der Körper sofort und wird schrittweise entgiftet.

Rauchen ist mit Abstand der wichtigste Risikofaktor für viele ernsthafte Krankheiten. Das Deutsche Krebsforschungszentrum spricht von 110.000 bis 140.000 Menschen jährlich, die in Deutschland an den Folgen des Rauchens sterben. Nur 58 Prozent der Raucher erreichen das 70. Lebensjahr, nur 26 Prozent werden 80 Jahre oder älter, so das Deutsche Krebsforschungszentrum. Zum Vergleich: 81 Prozent der Nichtraucher werden 70 Jahre, 59 Prozent erleben ihren 80. Geburtstag.

Rauchen schädigt fast jedes Organ, vor allem die Atemwege und das Herz-Kreislaufsystem. Raucher haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfälle. Die häufigste Raucherkrankheit ist die chronisch-obstruktive Bronchitis, die tödlich enden kann. Selbst die Psyche und das Gehirn wird vom Qualm geschädigt.

Egal, wie lange man geraucht hat, die Finger von den Zigaretten zu lassen lohnt sich immer. Die Autoren Rohit Rath und Oliver Javier beschreiben die schrittweise Entgiftung ausführlich in ihrem Buch “Rauchen aufhören: Nichtraucher wird man zuerst im Kopf “: Zwei Stunden nach der letzten Zigarette befindet sich kein Nikotin mehr im Körper. Schon nach 24 Stunden beginnt das akute Herzinfarktrisiko zu sinken, da mehr Sauerstoff in die Organe gepumpt wird. Innerhalb weniger Tage regenerieren sich Geruchs- und Geschmacknerven.

Außerdem verbessern sich Atmung und Sauerstoffaufnahme nach circa einer Woche. Der Abbau des Teers beginnt allmählich. Nach etwa sechs Monaten ist der Schleim in den Bronchien so abgehustet, dass die Entzündungen zum Stillstand kommen und der Hustenreiz nachlässt. Auch die Haut zeigt schnell Verbesserungen. Nach vier Wochen wird die Hautfarbe frischer, die Durchblutung in den feinen Blutgefäßen unter der Epidermis verbessert sich.

Es gibt jedoch auch irreversible Schäden, die das Rauchen anrichten kann. Beschädigungen der Lunge beispielsweise lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Typische Langzeitschäden der Haut wie erschlafftes Bindegewebe und Falten sind ebenfalls unumgänglich. Es dauert fünf Jahre bis das Tumorrisiko halbiert ist – es liegt jedoch noch weit über demjenigen, der nie geraucht hat.

Bild: Kathrin39-Fotolia.com

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