Checkliste: Treppenlifte für Senioren

Die überwiegende Mehrheit der heute 50- bis 65-Jährigen möchte so lange wie möglich in der eigenen Wohnung beziehungsweise im eigenen Haus leben, ergibt eine Studie des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) erneut.
Dieses Ergebnis ist wenig überraschend, vermitteln die eigenen vier Wänden schließlich in jedem Alter ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Überraschend ist hingegen die geringe Zahl an altersgerechten Bauten in Deutschland:  Laut BFW eignen sich lediglich 1 Prozent der Wohnungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkung!
Wenn das vertraute Umfeld bestehen bleiben soll, müssen also die bestehenden Wohnbarrieren reduziert werden. Eine große Gefahrenquellen im Alter stellen Treppen – in vielen Haushalten sind die Konstruktionen zu steil und die vielen Stufen beschwerlich bis gefährlich für ältere Menschen.
Treppenlifte für Senioren stehen daher bei Umbaumaßnahmen für altersgerechtes Wohnen an oberster Stelle. Doch was versteht man eigentlich unter dem Treppenlift? Und was sollte ich vor dem Kauf beachten?
Unterschiedliche Fördermittel haben sich beim Treppenlift etabliert. Am bekanntesten dürfte der so genannte Sitzlift sein. Üblicherweise wird die Förderschiene und der Sessel an der Wandseite der Treppe angebracht und fest verankert. Der Sessel lässt sich je nach Modell noch oben klappen und ist daher eine platzsparende Konstruktion.
Wer auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen ist, wird einen Plattformlift nutzen. Dabei erfolgt der Transport zusammen mit der Gehhilfe über eine befahrbare Stellfläche, die über einzelne Stufe bis hin zu mehreren Stockwerken hoch fährt. Allerdings benötigt diese Form des Treppenlifts sehr viel Platz und ist mit erheblichen Umbauten verbunden, weshalb sie weniger häufig im privaten Bereich zu finden ist.
Aus Platzgründen kann auch ein Deckenlift zum Einsatz kommen, in den der Fahrer über ein Sicherungssystem seinen Rollstuhl befestigt und dann schwebend mit Hängeseilen über die Treppe befördert wird. Eine Alternative stellt in manchen Haushalten auch eine Treppenraupe dar, die als mechanischer Aufsatz für die Rollstuhlräder konzipiert ist und ein mobiles Passieren der Treppe erlaubt.
Welche Variante bei Ihnen letztlich die sinnvollste ist, hängt von einigen Faktoren ab. So spielen die baulichen Gegebenheiten einen wesentliche Rolle. Um welchen Gebäudetyp handelt es sich – würde der Einbau des Treppenlifts im Eigenheim erfolgen oder in einem Reihenhaus? Reicht die Konstruktion über wenige Stufen oder sind mehrere Etagen zu überwinden?
Die Häufigkeit des Gebrauchs und die maximale Belastung des Lifts fließen ebenfalls in eine Kaufentscheidung ein. Lassen Sie in jedem Fall einen Experten vor Ort die Begebenheiten überprüfen und gemeinsam eine passende Lösung finden.
Sie möchten einen Zuschuss von der Pflegeversicherung für den Umbau mit dem Treppenlift erhalten?
Sinnvoll ist es, vor dem eigentlichen Kauf des Treppenlifts bereits einen Antrag auf Pflegestufe einzureichen, da einige Zeit bis zur Kategorisierung und Bewilligung verstreichen kann. Mit der Einteilung in eine Pflegestufe ist aber auch rückwirkend noch die finanzielle Unterstützung machbar. Zudem ist es für Haus- und Wohnungseigentümer möglich, Zuschüsse für Investitionen in altersgerechtes Umbauen zu beantragen. Diese Programme werden von der Bundesregierung mit zinsgünstigen Krediten gefördert.
Tags: altersgerecht Wohnen, barrierefrei, Förderung, Maßnahme, Treppenlift, Umbau, Zuschuss




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Am 17. August 2011 um 09:24 Uhr
Hallo,
sehr hilfreicher Artikel. Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Treppenlift, da ich einen für meine Mutter benötige. Was hier natürlich abschreckt, sind die Umbaumaßnahmen und die damit verbundenen Kosten. Dennoch möchte ich es meiner Mutter solange wie möglich ermöglichen in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben.
Grüße Sonja
Am 10. November 2011 um 17:04 Uhr
Es ist auch wirklich wichtig sich vorher mit dem Thema zu beschäftigen. Treppenlifte kosten eine Menge Geld. Wenn man fahrlässig handelt und auf den nächstbesten Verkäufer hört, dann hat man nachher den Salat.