Alte kehren in die Städte zurück

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Am Immobilienmarkt ist ein neuer Trend zu beobachten: Noch vor kurzem haben junge Familien mit bis zu zwei Kindern den Markt dominiert. Das hat sich in der Zwischenzeit gründlich geändert. Nicht selten sehen Männer jüngerer Frauen heute erst im Alter zwischen 45 und 50 Jahren Vaterfreuden entgegen. In der Regel spielen Wohraumfragen dann keine große Rolle mehr. Der Wunsch nach immobiliärer Veränderung kommt dafür oft einige Jahre später. Das zumindest beobachten das die Experten der Landesbausparkassen (LBS).

Immer mehr Mitbürger werden immer älter und fühlen sich dabei immer jünger. Unterstützt durch den demografischen Wandel initiieren die angehenden Ruheständler einen neuen Trend: „Zurück in die Stadt!“ So lautet die Devise für viele Menschen, die 60 Lebensjahre oder mehr zählen. Sie wollen nicht mehr auf der „grünen Wiese“ wohnen, sondern „mitten im Leben“. Die Alten werden nicht alt, sondern sind flexibel und neugierig genug für neue Erfahrungen. Sie möchten noch einmal etwas neues ausprobieren. Leben. Erleben. Da ist das alte Haus mit 200 Quadratmetern Wohnfläche und einigen ungenutzten Zimmern eher eine Belastung als das luxuriöse Fazit eines arbeitsreichen Lebens. Heute besitzen die Senioren Mut, um sich selbst einzugestehen: „Die Zeit der Familie ist vorbei.“ Und so wagen immer mehr Menschen in der zweiten Lebenshälfte den Schritt, Neues zu versuchen und den Herbst nach eigenen Vorstellungen zu genießen.

Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

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