Arbeit hält Senioren fit
Es klingt ein wenig paradox, aber: Wer im Ruhestand weiter einer Beschäftigung in seinem Beruf nachgeht, der kann sich einer besseren geistigen und körperlichen Gesundheit erfreuen als Gleichaltrige ohne Aufgabe. Das ist das Ergebnis einer Studie an der Universität Maryland. Psychologen hatten mehr als 12.000 Menschen im Alter zwischen 51 und 61 Jahren für die Erhebung der Daten herangezogen.
Über einen Zeitraum von sechs Jahren hatten die Wissenschaftler die Probanden begleitet. Dabei wurden die Senioren im Abstand von etwa zwei Jahren hinsichtlich der Gesundheit, dem Beschäftigungsverhältnis und der finanziellen Situation befragt. Für die Auswertung der Daten wurden auch Parameter wie Alter, Geschlecht und Bildungsstand herangezogen. Das Ergebnis war eindeutig: Rentner, die einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen oder in Altersteilzeit arbeiteten wiesen eine bessere Gesundheit auf und hatten zudem bessere geistige Fähigkeiten. Außerdem waren sie eher in der Lage, ihren Alltag zu meistern. Auffällig an den Ergebnissen: Die positiven gesundheitlichen Aspekte waren nur bei denjenigen Rentnern nachweisbar, die weiterhin in ihrem angestammten Beruf tätig waren. Bei völlig fremden Beschäftigungen wurde das körperlich-geistige Phänomen dagegen nicht beobachtet. Die Schlussfolgerung der Forscher: Offensichtlich fällt es älteren Menschen nicht leicht, sich im Alter völlig neuen Arbeitsbedingungen anzupassen.
Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro
Tags: Arbeit, Beruf, Beschäftigung, Gesundheit, Senioren





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