Büro gegen Altersdiskriminierung

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Alle Menschen haben ein Recht auf gleiche Behandlung – in Deutschland sollte das eine Selbstverständlichkeit sein. Während in der politischen Diskussion überwiegend über Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit gesprochen wird, beklagen viele Bürger in Deutschland zunehmend über systematische Ausgrenzungen aufgrund ihres Lebensalters. Das Problem ist generationenübergreifend: Betroffen sind 30-Jährige ebenso wie 90-Jährige. Eine Internetseite, die unter der Adresse www.altersdiskriminierung.de zu finden ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Entwicklungen anzuklagen und öffentlich zu machen. Das Ziel: Altersdiskriminierung muss öffentlich werden. Sie darf nicht verborgen bleiben.

Das privat betriebene Portal enthält das umfangreichste deutschsprachige Archiv zum Thema Altersdikriminierung. Wie schamlos auch Unternehmen ausgrenzen, belegt ein aktuelles Beispiel der Metro Cash & Carry-Märkte. Der Branchenriese bewirbt die Vorteile des Leasings, weil die Liquidität erhalten bleibt, grenzt das Alter derjenigen, die in den Genuss des Angebots kommen können aber ein: „Mindestalter für Leasingnehmer 21 Jahre, Höchstalter 65 Jahre“, heißt es im Original-Wortlaut. Für viele Menschen ist das ein Skandal. Sie fühlen sich diskriminiert und ausgegrenzt.

 

Der Service www.altersdiskriminierung.de lebt vom Mitmachen. Deswegen haben sich die Macher folgende Ziele gesteckt:

• Solidarität zwischen den Generationen

• Gleichberechtigte Teilhabe aller Altersgruppen am politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Leben

• Erweiterung von Artikel 3 Grundgesetz um den Begriff „Lebensalter”

• Verbot von Altersdiskriminierung beim Zugang zu Waren und Dienstleistungen

• Verbot struktureller, systembedingter Diskriminierungen z.B. bei der Gesundheitsversorgung, bei staatlichen und privaten Alterssicherungssystemen, in der Pflege, im Öffentlichen Raum, im ÖPNV

• Flexibles Renteneintrittsalter statt Zwangspensionierung

• Förderung positiver Altersbilder und neuer Altersrollen

• Keine Verpflichtung älterer Menschen zur ehrenamtlichen Arbeit

Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

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