Die zweite Chance nutzen: Das Leben nach dem Herzinfarkt

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© Jupiterimages/Brand X Pictures/Thinkstock

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Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 60.000 Menschen an einem Herzinfarkt. Vielen anderen gelingt es dagegen, dem Tod von der Schippe zu springen und nach dem Herzinfarkt wieder in ihr altes Leben zurückzukehren. Dabei wird jedoch häufig übersehen, dass ein Herzinfarkt kein einmaliges Ereignis darstellt, sondern meistens nur Symptom einer langfristigen Herzerkrankung darstellt.

Das akute Koronarsyndrom

Der Begriff “akutes Koronarsyndrom” umfasst die beiden Hauptformen des Herzinfarktes und die sogenannte instabile Angina pectoris, eine Verengung des Herzkranzgefäßes, die zu anfallsartigen Schmerzen in der Brust führt. Wer einen Herzinfarkt erlitten und überlebt hat, ist nicht automatisch wieder kerngesund – das Krankheitsbild ‘akutes Koronarsyndrom’ besteht auch weiterhin. Um die Risiken eines erneuten Herzinfarktes zu senken, wollen Initiativen wie Herzbewusst ein stärkeres Bewusstsein für dieses Krankheitsbild schaffen und präventive Maßnahmen verbessern.

Das Leben nach dem Herzinfarkt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie das akute Koronarsyndrom sind in erster Linie auf einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen. Spätestens nach einem Herzinfarkt ist es an der Zeit, die eigenen Angewohnheiten zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Dazu gehört zum Beispiel, das Rauchen aufzugeben und die Ernährungsgewohnheiten zu ändern. Niemand braucht nur von Salat und Gemüse zu leben. Gerade der älteren Generation, die heute häufig von Herzproblemen betroffen ist, wuchs jedoch mit viel fettiger Wurst und fettigem Fleisch auf und ist daran gewöhnt, jeden Tag mit Wurst belegte Stullen zu essen sowie Koteletts, Schnitzel, Braten und Grillwürste. Da hilft es schon viel, das Schweinekotelett gegen ein mageres Putenschnitzel auszutauschen und statt der Grillwürste frischen Fisch zu essen. Auch ein vegetarischer Tag pro Woche, an dem zum Beispiel frische Pasta mit leckerem Gemüse auf den Tisch kommt, kann helfen, den Fettkonsum zu reduzieren.

Öfter mal bewegen

Der Vorschlag, mehr Sport zu treiben, wird von Senioren häufig abgelehnt. Sie haben einfach keine Lust mehr, auf einem Home Trainer zu schwitzen oder im kalten Wasser des örtlichen Schwimmbades zu frieren. Dabei müssen sie sich nicht einmal mit schweißtreibenden Ausdauersportarten herumquälen. Schon leichte Spaziergänge stärken Herz und Kreislauf und sorgen für ein insgesamt verbessertes Lebensgefühl. Wer zusätzliche Motivation benötigt, kann den Spaziergang damit verknüpfen, kleine Besorgungen zu erledigen. Das Gleiche gilt übrigens auch für das Fahrrad: Niemand braucht mit 70 noch mehrstündige Rundfahrten durchs Mittelgebirge zu unternehmen, doch wer ab und zu das Auto stehen lässt und stattdessen mit dem Fahrrad zum Einkaufen oder zum Besuch bei Freunden fährt, tut sich selbst etwas Gutes.

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