Ein Herz für Senioren

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Die Pennäler einer Hauptschule in Hebborn arbeiteten ein Jahr lang mit und für Senioren. In einer „virtuellen“ Firma kümmerten sich die im Durchschnitt 16 Jahre alten Schüler um die Belange älterer Menschen. Ihre „Firma“ tauften sie auf den Namen „Herz für Senioren“.

Dass das Miteinander zwischen den Generationen durchaus funktionieren kann, haben die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule „Im Kleefeld“ in Hebborn über einen langen Zeitraum bewiesen. Für die Dauer eines Jahres haben sie mit ihrer Schülerfirma Dienstleistungen wie Entrümpelungen, Reparaturen oder Hilfen bei der Hausarbeit angeboten. Ebenso wichtig wie das Miteinander zwischen Jung und Alt sind die Regeln und Verpflichtungen, die sich die jungen Menschen selbst auferlegt haben. In „Arbeitsverträgen“ mit der Schulleitung wurden Arbeitsleistungen vereinbart. Weil ein Unternehmen aber auch wirtschaftlich am Markt agieren muss, kamen unbekannte Bereiche auf die Schüler zu: Betriebswirtschaftliche Analysen oder Gespräche bezüglich anstehender Investitionen wollten geführt werden, um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten. Einsatzort für das Unternehmen mit dem schönen Namen „Herz für Senioren“ war das nördlich von Köln gelegene Bergisch-Gladbacher CBT-Wohnhaus Peter Landwehr im Odenthaler Pflegewohnstift St. Pankratius. Obwohl das Schülerunternehmen nur auf dem Papier bestand, waren die Sitten hart. Nach drei Abmahnungen war Schluss im Job. Für die Schüler bedeutete dies, die mangelhaften Leistungen in anderen Schulbereichen ausgleichen zu müssen. Hintergrund des Konzepts ist es, den Hauptschülern mit einem zusätzlichen Zertifikat den Eintritt ins Berufsleben zu erleichtern. 

Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

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