Elektronischer Butler

Immer mehr Senioren tummeln sich im Internet. Wissenschaftler und Medien haben sogar eigene Begriffe entwickelt, um die Senioren im Netz zu benennen. „Silver-Surfer“ oder „Best-Ager“ werden die „älteren Semester“ genannt. Studien zufolge tummeln sich 55 Prozent aller Senioren im Worldwide Web. Auffällig ist dabei: Je älter die Menschen, desto seltener sind sie im Internet zu finden. Ein Unternehmen aus Rheinland-Pfalz will das ändern und hat ein einzigartiges Gerät entwickelt, das den Zugang in digitale Welten deutlich vereinfacht. Ein elektronischer Butler ebnet den Weg ins digitale Zeitalter.

Der elektronische Butler der Firma MWK-RIDES, so berichtet das Online-Magazin Netzeitung.de, erfordert keine PC-Kenntnisse. Auch auf wesentliche Dinge wie Outlook, Escape-Taste oder Task-Leiste können Einsteiger verzichten. In der Entwicklungsphase stand für MWK-RIDES eine zentrale Frage im Vordergrund: Was erwarten die Senioren von einem Gerät, das Ihnen den Weg ins Internet leicht macht? Die Antwort überrascht nicht: Die Anforderungen von älteren Menschen an ein Gerät für den Zugang zum Internet unterscheiden sich fast gar nicht von den Erwartungen junger Nutzer. Auf der Wunschliste stehen demnach Spiele, Denksportaufgaben, Kommunikation und multimediales Erleben.

 

All das hat MWK-RIDES bei der Entwicklung des elektronischen Butlers berücksichtigt. Das als „Elbu“ bezeichnete Gerät funktioniert allein über einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Maus oder Tastatur sind überflüssig. Ein sanfter Druck auf den Bildschirm reicht für die Eingabe von Befehlen aus. Optisch sieht der elektronische Butler aus wie ein herkömmlicher Fernseher – und kann auf Wunsch sogar in rustikalen Ausführungen geliefert werden. Das Gehäuse ist wasserdicht, um Schäden zu vermeiden, und antibakteriell, um den hygienischen Anforderungen zu genügen. Auch der Anschluss ist kinderleicht. Zwei Kabel führen aus dem Gerät: Eines muss in die Steckdose, das andere in den DSL-Anschluss gesteckt werden. Die Kosten betragen zurzeit 1.500 Euro. Zurzeit wird das System in ausgewählten Altenheimen erprobt. Die nächsten Schritte sind auch schon geplant. Durch den Einsatz spezieller Folien soll Elbu mit Blindenschrift auch für Sehbehinderte und Blinde zur Verfügung stehen.

Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

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