Fußball schützt vor den Folgen von Stürzen

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Fußball spielen ist gesund – gerade für Menschen im fortgeschrittenem Alter. Das ist das Ergebnis mehrerer voneinander unabhängiger Studien. Demnach ist die Jagd nach dem Ball und dem Bestreben das Runde in das Eckige zu platzieren überaus gut für die Knochen, die Gelenke und stärkt obendrein den Gleichgewichtssinn. Um Missverständnisse zu vermeiden: Damit sind nicht etwa blaue Flecken gemeint, die beim Kampf auf dem grünen Rasen immer wieder entstehen. Im Gegenteil: Die Bewegungsmuster beim Fußball senken das Risiko für Stürze sowie die damit verbundenen Folgen erheblich.

Unter Experten zählt das Wissen um das nachlassende Gleichgewichtsgefühl im Alter zum Allgemeinwissen gegen das es etwas zu unternehmen gilt. Mangelnde koordinative Fähigkeiten sorgen häufig dafür, dass Stürze schlimme Folgen nach sich ziehen von denen sich die Betroffenen nur schwerlich erholen. So hat eine dänische Studie den gesundheitlichen Nutzen des Freizeitkickens näher untersucht. Das verblüffende Ergebnis: Bei einer Gruppe weiblicher Fußballer zeigte sich schon nach knapp drei Monaten ein positives Ergebnis: Nicht nur die Wadenmuskulatur nahm zu, sondern auch die Knochendichte im Schienbein. Die schnellen, positiven Auswirkungen überraschten selbst die Forscher, denn: Weil alle Probanden vorher abstinente Fußballerinnen waren, konnten die Wissenschaftler zwar mit einer positiven Entwicklung rechnen. Dass diese aber derart schnell nachzuweisen waren, das hatten die Initiatoren der Studie nicht erwartet. Das Ergebnis zeigte zudem: Die stärkenden Auswirkungen auf den Knochenbau waren deutlich stärker ausgeprägt als bei einer Kontrollgruppe, die aus joggenden Probanden bestand. Die Ergebnisse sind auch auf ältere Menschen zu übertragen. Das zeigt eine weitere Untersuchung. Dabei wurden Männer, die seit Jahrzehnten regelmäßig in der Freizeit kicken, untersucht. Das Aufsehen erregende Resultat: Der Gleichgewichtssinn und die Muskelstärke der betagten Hobbyfußballer zeigte sich ebenso gut ausgeprägt, wie bei einer Vergleichsgruppe untrainierter Männer im Alter etwa 30 Jahren.

Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

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