Gesetzlich oder privat im Alter? – Informationen zur Krankenversicherung

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Im Alter wird der Mensch anfälliger für Gebrechen und hat mit zunehmenden gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen. Das Wohlbefinden ist abhängig von der Einnahme von Medikamenten, Arztbesuche häufen sich und gehören bald zum wöchentlichen Programm. Ein Altern in Würde und mit finanzieller Unbeschwertheit ist auch abhängig von der richtigen Krankenversicherung.

Gesetzlich versichert – für Senioren vorteilhaft

Das Gesundheitssystem in Deutschland kennzeichnet sich durch eine Zweiteilung der Krankenversicherung, namentlich der privaten und der gesetzlichen. Letzterer gehören ca. 90 Prozent der Versicherten an, die für einen Grundschutz monatliche Grundbeträge entrichten, deren Höhe sich nach dem Einkommen bemisst. Durch die regelmäßige Zahlung der Kassenbeiträge hat jeder gesetzlich Versicherte Anspruch auf eine medizinische Standard-Versorgung, für die keine zusätzlichen Kosten berechnet werden. Auch die Bereitstellung von Arzneimitteln erfolgt durch die Krankenkasse, muss aber teilweise durch geringe Zuzahlungen aus der eigenen Tasche des Versicherten mitgetragen werden. Der Leistungsanspruch gesetzlich versicherter Patienten ist begrenzt und beschränkt sich auf allgemeine Verhütung, Früherkennung und Behandlung der gängigsten Krankheiten. Bei individuellen, weniger verbreitete Leiden, sehen sich die Patienten mit hohen Kosten konfrontiert.

PKV auch im Alter sinnvoll?

Private Versicherungen bieten den Vorteil, jedem Versicherten ein persönliches Tarifpaket zur Verfügung zu stellen, das nur bestimmte Behandlungen einschließt, für die eine Gebühr entrichtet werden muss. Für unwahrscheinlich eintretende Erkrankungen und deren Behandlung muss dagegen nichts bezahlt werden. Dadurch können privat Versicherte erheblich Geld sparen. Für Senioren erscheint eine Versicherung in der gesetzlichen Kasse auf den ersten Blick attraktiver, schließlich wird Ihnen ein Rund-um-Schutz geboten. Menschen die das Alter von 55 Jahren überschreiten, können allerdings als privat Versicherte nicht mehr in die gesetzliche Versicherung wechseln und sind an ihren Anbieter gebunden. Dieser bietet Ihnen aber ab einem Alter von 65 Jahren oftmals spezielle Seniorentarife an, die vom Leistungsangebot dem der gesetzlichen Kasse gleichkommt. Wer also privat versichert ist, kann dies im Alter auch durchaus bleiben und muss sich keine Sorgen um explodierende Kosten machen. Kassenmitglieder habe ihrerseits auch nur bis zum 55. Lebensjahr die Möglichkeit, in die private Versorgung zu wechseln.

Vergleichsrechner und Informationen zur Krankenversicherung

Reichhaltige weiterführende Informationen zur Krankenversicherung im Allgemeinen wie im Besonderen finden sich auf Onlineportalen wie aecura.de, das mit vielen weiteren Tipps und Hinweisen rund um den Gesundheitsschutz aufwartet. Ebenfalls bietet sich die Möglichkeit, private Krankenversicherungen zu vergleichen und einen geeigneten Anbieter zu finden, dessen Konditionen und Tarife den individuellen Anforderungen entsprechen. Schon vor Eintritt ins Seniorenalter ist es empfehlenswert, sich mit Möglichkeiten der Versicherung ab einem Alter von 65 Jahren zu beschäftigen. Wer schon immer privat versichert war und damit zufrieden ist, für den gibt es im Grunde keinen Anlass zu wechseln. Kassenmitglieder sollten Vor- und Nachteile eines Wechsel abwägen, zur finanziellen Planung Vergleichsrechner in Anspruch nehmen und sich über spezielle Seniorentarife der privaten Versicherer informieren.

4 Reaktionen zu “Gesetzlich oder privat im Alter? – Informationen zur Krankenversicherung”

  1. Gregor

    Hallo,
    ich würde aus heutiger Sicht eher davon abraten im Alter privat versichert zu sein. Wir haben auch unserem Portal sehr viele Anfragen von Besuchern, die gerne wieder zurück in die GKV wechseln wollen würden, weil Sie die Beiträge kaum noch zahlen können. Ich wäre da also Vorsichtig.

    Grüße
    Gregor

  2. Kuno

    Hallo,

    es hört sich ja gut an, dass sich Senioren keine Sorgen um explodierende Kosten machen müssen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Nicht wenige Senioren rutschen in den Basistarif, der für die behandelnden Ärzte vollkommen unlukrativ ist. Daher werden diese Patienten mitunter schlechter behandelt als GKV-Mitglieder. Die PKV wird es in der jetzt bestehenden Form siherlich nicht mehr lange geben.

    Beste Grüße
    Kuno

  3. Ludolph

    Wer im Alter in den Basistarif der PKV wechselt ist in der Holzklasse der Medizin angekommen. Viele Ärzte lehen die Behandlung ab. Hier sollten Privatversicherte esrt einmal alle anderen Optionen bei ihrer bestehenden privaten Krankenversicherung ausloten. Der gesetzgeber hat ab 2009 die Rechte der PKV-Versicherten zu einem internen Tarifwechsel gestärkt.

  4. sascha

    Super Artikel hat mir echt viel geholfen, finde sich selbst schlau machen sehr wichtig, da bei Beratungsgesprächen schon ein komisches Gefühl aufkommt wenn man weis das der Gegenüber nur auf Provision aus ist wird einen halt viel erzählt leider. sehr schön zu lesen und Informativ !

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