Gesunde Lippen im Winter
Spätestens wenn der Herbst in den Winter übergeht und es draußen so richtig ungemütlich wird, ist es wieder soweit: Die Lippen werden spröde, reißen ein oder trocknen einfach nur aus. Nicht nur trockene Heizungsluft ist dann ideal, um der dünnen und empfindsamen Haut der Lippen gewissermaßen den Rest zu geben. Mit einigen Tipps lassen sich die Beschwerden allerdings lindern oder auch ganz vermeiden.
Zum Hintergrund: Die dünne Haut der Lippen bildet den Übergang zur Mundschleimhaut und besitzt nur einen geringen Schutz vor äußeren Einflüssen. Die Lippen verfügen nur über eine dünne Hornschicht. Eine geringe Anzahl an Talgdrüsen versorgt die Lippen nur mäßig mit schützendem Fett. Die Folge: Winterliche Witterungsbedingungen mit ständigen Temperaturunterschieden zwischen drinnen und draußen greifen die dünne Haut an. Wirksames Hilfsmittel ist ein Fettstift, den der Fachhandel in vielfältigen Auspägungen bereithält. Vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen Produkte, die zusätzlich über einen hohen Lichtschutzfaktor verfügen.
Bei chronisch entzündeten oder sehr trockenen Lippen raten Therapeuten zu fettenden Pflegecremes, die möglichst keine Irritanzien oder Allergene enthalten. Bringt die regelmäßige Anwendung keine Linderung der Beschwerden, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden – eine allergologische Abklärung und eine zahnärztliche Untersuchung sind dann angezeigt. Erfahrungsgemäß ist besonders bei älteren Menschen mit schmerzhaft entzündeten Mundwinkeln oft eine schlecht angepasste Prothese schuld, so die Experten. Ist diese zu niedrig bzw. trägt sie der im Alter fortschreitenden Kieferatrophie nicht Rechnung. Die Haut an den Mundwinkeln kann sich nicht mehr richtig entfalten. Weiße Auflagerungen an Zunge und Wangenschleimhaut deuten dagegen auf eine Hefepilz-Infektion hin.
Tipp:
Lippen nicht mit Speichel benetzen!
Selbst wenn es schnelle Linderung der Beschwerden bringt. Das Benetzen der Lippen mit Speichel trocknet die Lippen umso schneller aus. Der Speichel verdunstet und sorgt für noch größere Trockenheit.
Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro





.gif)
