Große Hitze – Senioren besonders gefährdet

Teilen:   facebook   facebook

Die Rekordtemperaturen der letzten Tage sind für Senioren nicht ungefährlich. Sie führt besonders bei älteren Menschen schnell zu Erscheinungen wie Mangelernährung oder Austrocknung. Hinzu kommt häufig auch noch eine hitzebedingte Appetitlosigkeit. In der Kombination sind die Auswirkungen extremer Temperaturen ein gefährlicher Cocktail. Geringe Nahrungsaufnahme und fehlender Durst sorgen so in kurzer Zeit zum Vertrocknen. Der Hintergrund: Der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen ist deutlich höher als normal.

Experten und Gesundheitsmediziner raten deshalb: Senioren sollten sich die Verhaltensweisen der Südeuropäer zu eigen machen. Auf keinen Fall ist es ratsam, anstrengende Tätigkeiten in der Mittagszeit zu erledigen. Stattdessen sollten ältere Menschen in dieser Zeit ruhen. Dringend notwendige Erledigungen wie Einkäufe lassen sich nicht zuletzt aufgrund der längeren Ladenöffnungszeiten auch in den frühen Abendstunden erledigen. Ebenfalls nicht zu vergessen: Trinken Sie reichlich –am besten über den Durst. Die Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens zwei Liter täglich. Bei extremen Temperaturen können es ruhig vier Liter sein. In puncto Essen raten Ernährungswissenschaftler von üppigen Mahlzeiten ab. Besser sei es, statt drei Hauptmahlzeiten lieber fünf kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Das schont den Kreislauf. Der Speiseplan sollte reich an Eiweißen und Mineralstoffen sein.

Zum Schutz vor den Temperaturen sollten die Räumlichkeiten morgens und abends gut durchgelüftet werden. So lässt sich die Hitze leichter aus dem Haus halten. Ist die Hitze unerträglich, dann hilft ein kaltes Fußbad. Die Wirkung hält zwar nicht sehr lange an, tritt dafür aber sofort ein. Alternativ hilft auch ein kalter Waschlappen, das Hitzeempfinden zu senken.

Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

Tags: , , ,

Einen Kommentar schreiben

CAPTCHA image