Happy Aging – gesund und glücklich alt werden
Im Alter gut aussehen, in Form bleiben und sich vor allem wohl fühlen – das wollen alle Menschen. Das Motto dabei lautet: „Alt werden statt alt sein!“ Allein der Weg dort hin ist vielen unklar. Denn: Alt zu werden ist in der Gesellschaft noch immer mit einem gewissen Makel verbunden. Andererseits sehnen sich immer mehr Menschen danach, den täglichen Stress und dem Druck des Alltags durch den verdienten Ruhestand entfliehen zu können. Die Lösung für dieses Konfliktfeld könnte einen Namen haben: Happy Aging – dahinter verbirgt sich im Prinzip eine einfache Formel. „Je zufriedener Sie mit sich selbst sind, desto wohler fühlen Sie sich auch.“
Happy Aging geht zunächst mit einer anderen Bewertung von Gegebenheiten einher. Alt werden, wird nicht länger als negativ verstanden. Das beeinflusst das Leben stärker als zunächst anzunehmen ist. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen: Zufriedene Menschen fühlen sich wohl und strahlen dies auch auf ihre Umwelt aus. Gleichzeitig wirkt sich die positive Lebenseinstellung auch positiv auf die Gesundheit aus. Das Risiko gebrechlich zu werden, sinkt erheblich. Eine ausgewogene Ernährung tut ein Übriges: Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette sind die Bestandteile einer guten Ernährung. Zuviel Zucker ist dagegen schädlich und führt nicht nur zu Übergewicht, sondern beeinflusst auch das Altern negativ.
Ebenso wichtig wie die eigene Einstellung zum Leben und eine gesunde Ernährung sind geistige und soziale Aktivitäten. Freundschaften wollen gepflegt werden. Der Kontakt mit anderen Menschen sorgt außerdem dafür, dass die geistige Leistung erhalten bleibt. Und: Ehrenamtliche Tätigkeiten, Ausflüge oder einfach nur ein Kaffeeklatsch machen Freu(n)de und lassen eventuelle körperliche Zipperlein vergessen. Probieren Sie es doch einfach aus. Sie werden sich wundern.
Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro
Tags: Gesundheit, Happy Aging, Senioren







Am 13. Januar 2010 um 11:45 Uhr
Ich bin zufällig auf diesen Blog gestoßen und find das Konzept hier eine sehr schöne Idee.
Ich werd mal meinen Großvater drauf aufmerksam machen, der bahnt sich nämlich grad den Weg durch die Computer-Welt
Am 21. Januar 2010 um 18:47 Uhr
Wer immer auch diese Begrifflichkeit “Happy Aging” erfunden hat, weiß offenbar noch nicht, daß diese Generation von Kunstbegriffen aus dem Englischen nicht sehr viel hält. Jedenfalls ergab das eine GfK - Umfrage unter 580 Menschen über 60 Jahren.
Bei einer Tagung zur Bevölkerungsentwicklung in Nürnberg meinte der Dortmunder Professor für Soziale Gerontologie, Gerhard Naegele:
“Die Vorstellung von Altsein sollte im Bewußtsein so nach und nach durch realistischere Leitbilder ersetzt werden.”
Realistisch meint, daß nicht alle Hilfsbedürftig und Dement seien, jedoch auch nicht durchwegs alle zu den sorglosen Rentenern gehören auf die so eine Bezeichnung “Happy Aging” passen könnte. Nicht nur weil nicht jeder einen finanziell sorglosen Lebensabend zu gewärtigen hat, sondern auch, weil mit zunehmendem Alter gewisse Gebrechen und Befindlichkeiten zum natürlichen Altern einfach dazu gehören.
P.S. eine kurze Zusammenfassung zum Tagungsinhalt findet sich auf meiner Webseite.
Am 19. Februar 2010 um 20:29 Uhr
Schöner Artikel. Mit wenigen Worten das wirklich Wichtige zusammengefaßt. Kernpunkt sollte der schon sehr abgedroschene Satz bleiben: Man ist immer so alt wie man sich fühlt. Krankheiten kann man nicht entfliehen, aber die Zeit, in der man gesund ist, sollte man aktiv nutzen. Urlaub, Hobby, Aktivitäten. Wichtig ist: NIE EINROSTEN! Man muss körperlich und geistig was tun, dann ist das Alter eine schöne Sache.
Am 15. Juni 2012 um 13:06 Uhr
Die seelische Gesundheit leidet oft am meisten, so meine Erfaungen mit älteren Menschen. Meine Mutter, die schon 68 Jahre alt ist, schwärmt mir gerne von einem Buch vor “Leben im goldenen Wind“, das sich genau damit auseinandersetzt und Möglichkeiten bietet, den Sinn zu finden und einfach mal loszulassen.