Heizspiegel informiert über Kosten

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Der kalte Winter könnte für die meisten Senioren in eine unliebsame Verlängerung gehen. Spätestens wenn die Heizkostenabrechnung in den Briefkästen liegt, dürfte die Miene der meisten Alten frostig aussehen. Nicht zuletzt aufgrund der zum Jahresbeginn abermals gestiegenen Gaspreise könnten die Abrechnungen neue Höchststände erreichen. Wer mit Öl heizt, der ist auch nicht besser dran. Denn: Trotz vergleichsweise niedriger Rohölpreise auf den Weltmärkten nähern sich die Preise an den Tankstellen den historischen Höchstmarken. Erfahrungsgemäß dürfte das Nachtanken der durch den harten Winter sichtlich geleerten Vorratsbehälter für Heizöl ein tiefes Loch in die Kasse reißen. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online und der Deutsche Mieterbund e.V. haben soeben die 5. Auflage des Bundesweiten Heizspiegels veröffentlicht. Damit erhalten die Verbraucher zumindest die Möglichkeit, den eigenen Energieverbrauch zu bewerten und die Heizkosten anhand vergleichbarer Werte einzuordnen.

Der Bundesweite Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr. Der aktuelle Bundesweite Heizspiegel zeigt: Durchschnittlich 880 Euro kostete das Heizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl im vergangenen Jahr. Das sind 180 Euro mehr als im Jahr zuvor. Mieter mit Erdgasheizung zahlten 800 Euro (+ 65 Euro), während die Heizkosten für Fernwärme 840 Euro betrugen (+ 130 Euro). Damit stiegen die Heizkosten im Schnitt gegenüber 2007 bei Heizöl um 26 Prozent, bei Erdgas um 8 Prozent und bei Fernwärme um 17 Prozent. Der Heizenergieverbrauch stieg im Durchschnitt um drei Prozent. Zu erwarten ist, dass die Vergleichswerte für den aktuellen Winter deutlich höher ausfallen.


Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

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