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Hilfen für schwule Senioren

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Alt und schwul – diese Kombination hat es in sich. Die Gefahr im Alter wegen der sexuellen Orientierung ausgegrenzt zu werden ist sehr groß. In Köln will man sich nicht länger mit diesem Zustand abfinden. Rund 22.000 lesbische Frauen und schwule Männer über 60 Jahre leben in der Stadt am Rhein. Seit dem Jahr 2005 gibt es zwei stadtweite Netzwerke, deren hauptamtliche Betreuung ehrenamtliche Projekte aufbaut und koordiniert. Mit einer finanziellen Förderung unterstützt Köln als erste Stadt in Deutschland diesen außergewöhnlichen Ansatz in der Seniorenpolitik.

Die homosexuellen Senioren haben oft einen langen und mühsamen Weg hinter sich, den sie zudem oft alleine gehen mussten: Ausgrenzungen und Diskriminierung, spätes Coming-Out, Trennung von der Familie, Verlust von Freunden durch Aids – für die Szene zu „alt“, für den Job zu „anderes“. Kein einfaches Los, das die Betroffenen über Jahrzehnte begleitet. Das Resultat: Die wahre Identität bleibt dabei oft verborgen.

Im Alter verstärken sich diese meist lebenslangen „Begleiterscheinungen“ homosexueller Biografien oft noch einmal. Es klingt so banal wie verständlich: Auch in der traditionellen Altenhilfe fühlen sich Lesben und Schwule nicht aufgehoben. Ängste vor Diskriminierung und vor unsensiblen Fachkräften, die mit dem Thema Homosexualität nichts anfangen könne, sind nicht unbegründet. Was dabei droht, ist klar: Wieder kein Platz für das eigene Leben …

Doch auch unter Gleichgesinnten kommt es vor, dass Lesben und Schwule aufgrund ihres Alters ausgegrenzt werden. Während die Szene der jungen Menschen boomt, mangelt es an Treffpunkten für Ältere. Das soll sich ändern. Zumindest in Köln widmen sich Diskussionen, Themenabende und Interessensgruppen dem Tabuthema – Schwules Leben und Alter. Nicht nur Stammtische wie die „Golden Gays“ bieten Möglichkeiten, um Kontakte zu knüpfen und die goldenen Jahre nicht in Einsamkeit verbringen zu müssen. Auch die lesbische Senioren-Community ist in Köln sehr aktiv. In Diskussionen erörtern die Frauen, was ältere Lesben bewegt und vor allem: Was sie bewegen wollen? Bei der Thematisierung der Herausforderungen, die das zunehmende Alter mit sich bringt, werden auch unbequeme Fragestellungen nicht umgangen. So findet das Thema Wechseljahre ebenso Platz wie alternative Bestattungskulturen.

Weiter Informationen unter: www.alternativen-koeln.de 

Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

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Eine Reaktion zu “Hilfen für schwule Senioren”

  1. Bestattungshaus Königsfeld und Brandl Köln

    Viele Gleichgeschlechtlich lebende Männer und Frauen haben Scheu, nach dem Tod ihres Partners zu einem Bestatter zu gehen und zu sagen: “Ich habe meine/n Mann/Frau verloren.”
    Solche Hemmungen machen es oft schwer, sich auf die Trauer einzulassen.
    Doch wir haben hierfür ein offenes Ohr und geben die Zeit für eine individuelle Trauer.
    Wir sind für Sie da und informieren Sie gerne und sagen was heute alles möglich ist.

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