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Hilfen für Senioren mit Aids gefordert

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Einen steigenden Pflegebedarf sieht die Aidshilfe für Menschen, die an Aids erkrankt oder von HIV betroffen sind. Der Bedarf an Hilfsleistungen wird nach Ansicht der Aidshilfe zukünftig sogar noch ansteigen: In einer öffentlichen Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Düsseldorfer Landtags erläuterte die Aidshilfe Essen, dass auch die Zahl der an Aids und Alzheimer erkrankten Senioren zunehmen werde. Demnach seien Angebote in den Bereichen betreutes Wohnen dringend erforderlich. Ebenso sei es an der Zeit, neue Wohnformen zu entwickeln.

Schon im Dezember 2006 hat HelpAge Deutschland ein stärkeres Engagement der Bundesregierung für die Belange alter Menschen bei der Bekämpfung von Aids oder HIV gefordert. Nach Angaben der Organisation sind weltweit 2,8 Millionen Menschen über 50 Jahren an Aids oder HIV erkrankt – etwa sieben Prozent aller Infizierten. Wie HelpAge mitteilt, wird die Gefährdung dieser Altersgruppe in der Öffentlichkeit jedoch kaum wahrgenommen. Ein Grund: Internationale Statistiken zu der schweren Erkrankung erfassen nur Menschen bis 49 Jahre. Die Konsequenz dieser sträflichen Vernachlässigung wird zunehmend spürbar, weil die Belange erkrankter Senioren weder im Bereich der Prävention noch bei den Behandlungsformen ausreichend berücksichtigt werden.

 

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Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

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