Kuschelrobbe PARO im Einsatz bei Demenz

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Therapierobbe PARO war als Messegast in Nürnberg

Kuschelrobbe PARO im Einsatz bei Demenz
In vier MATERNUS-Pflegeheimen setzen Pflegekräfte PARO als Therapiemittel bei der Betreuung von Menschen mit Demenz ein.

Mit ihrem weißen Fell, den schwarzen Knopfaugen und dem unvergesslichen Augenaufschlag wird Therapierobbe PARO schnell zum Liebling der Seniorencentren-Bewohner, in denen sie eingesetzt wird. In vier MATERNUS-Pflegeheimen setzen Pflegekräfte den japanischen Roboter als Therapiemittel bei der Betreuung von Menschen mit Demenz ein. Über die Erfahrungen mit der Kuschelrobbe berichtete Andrea Tannert, Einrichtungsleiterin des MATERNUS Pflege- und Therapiezentrums Wendhausen im März 2009 im Rahmen des Kurzvortrags „Kuschelrobbe PARO im Einsatz bei Demenz“ am Messestand der CURA und MATERNUS auf der Altenpflege+ProPflege in Nürnberg.

Für diesen Messetag ging die Robbe aus Wendhausen mit auf die Reise nach Franken. „Länger können unsere Bewohner das Tier kaum entbehren“, sagt Andrea Tannert. „Es ist inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil in der Betreuung geworden – sowohl im Bereich für Demenzkranke, als auch bei Wachkomapatienten oder Bewohnern mit Multipler Sklerose.“ Dabei kann die Robbe aber nicht den persönlichen Kontakt ersetzen und ist vor allem ein Mittel, um mit in sich zurückgezogenen Menschen in Dialog zu treten. Wird er angesprochen, bewegt er den Kopf in die Richtung, aus der die Ansprache erfolgt. Zwischendurch macht er durch Heuler-artige Laute auf sich aufmerksam oder durch Bewegungen der Flossen.

Das MATERNUS Pflege- und Therapiezentrum Wendhausen arbeitet seit November 2006 mit der speziell für therapeutische Zwecke entwickelten Therapierobbe PARO. Der 2,7 Kilogramm schwere und 57 Zentimeter lange Roboter kann bis zu 50 verschiedene Stimmen unterscheiden und erkennt über Sensoren, ob er gestreichelt oder grob angefasst wird. Gegenüber Therapiehunden oder -katzen hat die Robbe entscheidende Vorteile: Sie beißt nicht, löst keine Tierhaarallergien aus und hat nichts dagegen, wenn sie in die Ecke gestellt wird.

Eingestellt von Detlef Klemme - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Domizilsuche

 
Die Senioren- und Pflegezentrum Wendhausen finden Sie auch bei Domizilsuche.de – Ihrem Informationsportal für Wohnen & Pflege im Alter.

Quelle: MATERNUS Kliniken AG

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4 Reaktionen zu “Kuschelrobbe PARO im Einsatz bei Demenz”

  1. Harti

    Der Vorteil eines Roboters ist nicht von der Hand zu weisen,

    Gegenüber Therapiehunden oder -katzen hat die Robbe entscheidende Vorteile: Sie beißt nicht, löst keine Tierhaarallergien aus und hat nichts dagegen, wenn sie in die Ecke gestellt wird.

    Wenn es den Tieren zuviel wird ziehen sie sich natürlich auch zurück, was dem Pflegepersonal nicht zu eigen sein sollte. Wie schon gesagt, kann die Robbe nicht den persönlichen Kontakt ersetzen.
    Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Living-Puppets (auch Kumquats genannt) für die pädagogischen und therapeutischen Arbeit. Sie lassen sich bei ein wenig Übung leicht bedienen, können etwas aufheben, winken oder klatschen. Wenn man sie Geschichten erzählen lässt oder aus einem Buch mit ihnen vorliest, geben sie die Illusion einer lebenden Figur. Damit werden sie zu einem idealen Medium des Pflegepersonals besonders in der Validierung.

  2. Lindemann

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    habe einen Pflegebedürftigen Angehörigen seit Jahren zu Hause. Suche seit langem schon die Kuschelrobbe Paro. Gibt es Sie in Deutschland zu kaufen, wenn ja wäre ich über Adresse und Kostenangabe dankbar.

    Frau Lindemann

  3. Redaktion

    Detlef KlemmeHallo Frau Lindemann,
    einen Testeinsatz des Therapieroboters Paro gab
    es in zwei Pflegeeinrichtungen der MATERNUS Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen, dort wenden
    Sie sich am besten per E-Mail an Tobias Bachhausen tobias.bachhausen@maternus.de oder Sie fragen direkt beim Paro-Informations-Center in Japan an info@paro.jp (am besten in englisch).
    Was die Therapierobbe in Deutschland kosten wird ist noch nicht bekannt. In einem Bericht war mal von 2.500 – 2.800 Euro die Rede, dafür liegt unserer Redaktion allerdings keine Bestätigung vor.

    Detlef Klemme
    Chefredakteur

  4. Shoshana Hofer

    Habe de Film gesehen und möchte für unsere an Alzheimer erkrankten Bewohner eine Robe kaufen. Könnten Sie mir bitte die Kontakt Daten senden. Herzlichen Dank Shoshana Hofer

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