Das Westfalen-Blatt zum Thema Pflege-TÜV

Teilen:   facebook   facebook
WESTFALEN-BLATT

Bielefeld (ots) – In Würde altern und den Lebensabend genießen. Diese geflügelten Worte haben mit der Realität längst nicht überall etwas zu, wenn man Berichten Glauben schenkt, in denen von einem Pflegenotstand und gravierenden Pflegemängeln die Rede ist. Ein umstrittener Pflege-TÜV soll Pflegebedürftigen und Angehörigen Orientierung geben, wenn eine Betreuung im Heim oder durch einen Pflegedienst notwendig ist. Hierzu muss der Medizinische Dienst der Krankenkassen 22 000 Heime und Pflegedienste bewerten.
Bislang wurden 10 000 Pflegeeinrichtungen begutachtet. Kritiker meinen, dass Einrichtungen, die in wichtigen Einzelbereichen der Pflege schlecht abschneiden, trotzdem eine gute Gesamtnote erhalten, wenn eklatante Mängel durch ein hübsches Zimmer oder gutes Essen ausgeglichen werden. Die Betreuung Älterer hat in erster Linie mit ausreichender Zeit, Zuwendung, Nächstenliebe und Barmherzigkeit zu tun. Für diese Herzensangelegenheiten eine allgemein gültige Notenskala zu finden ist nicht möglich. Senioren gebührt die beste Pflege, ohne “Wenn und Aber”.

Quelle: www.westfalen-blatt.de – Andreas Kolesch


 

Tags: , , , , , , ,

Einen Kommentar schreiben

CAPTCHA image