Senioren häufig Opfer von Datenklau

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Nach Ansicht von Datenschützern müssen sich älteren Menschen besonders vor den Auswirkungen des Datenmissbrauchs in Acht nehmen. Nach Auffassung der Experten sind ihre persönlichen Daten sowohl bei Telefonvermarktern als auch im Adresshandel sehr begehrt. Der Grund dafür liegt im Verhalten der Call-Center-Betreiber. Bei ihnen gebe es eine Vorliebe dafür, ältere Menschen anzurufen, wie der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein der Wochenzeitung „Zeit“ gegenüber erklärte.

Wie sehr die Telefonvermarkter die Gruppe der Senioren ins Visier nimmt, geht auch aus der Struktur der CD-Rom hervor, die der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in der vergangenen Woche zugespielt wurde. Sie enthielt nicht nur Kundendaten aus Call-Centern, sondern einen eigenen Ordner mit gesondert abgespeicherten Informationen der Jahrgänge 1930 bis 1940.

 

Experten schätzen, dass die Adressen von allen Bundesbürgern für Marketing- und Verkaufszwecken kursieren. Im Umlauf sind zudem etwa zehn bis 20 Millionen Kontodaten. Datenschützer beobachten eine verstärkte Nutzung dieser Datenbestände für dubiose Geschäfte.

Jürgen Ponath

Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro

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Eine Reaktion zu “Senioren häufig Opfer von Datenklau”

  1. hagen

    Nicht nur die Callcenter “räubern” …sondern leider auch diverse Datensammler im Internet, die den Senioren dann noch mit Inkassounternehmen drohen. Dazu gibt es auf www.text-vorlagen.de einige hilfreiche Dokumente.

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