Zwangstest für Senioren am Steuer gefordert
Wenn es nach den Plänen der Grünen geht, dann könnten Senioren künftig zu einem Fahrtest gebeten werden. Ein entsprechender Antrag der im Bundestag vertretenen Partei Bündnis 90/Die Grünen sieht vor, Autofahrer ab 60 Jahren zu einem obligatorischen Fahrtest zu bitten, wenn sie zuvor bereits mindestens ein Mal durch Unsicherheiten oder Fehler im Straßenverkehr aufgefallen sind.
Die politischen Parteien rüsten sich für die Auswirkungen des demografischen Wandels mit Anträgen: Weil schon in wenigen Jahren jeder dritte Autofahrer in Deutschland älter als 60 Jahre sein wird, sorgen sich Bündnis 90/Die Grünen um die Sicherheit im Straßenverkehr. Nach Ansicht der initiierenden Politiker verschlechtern sich fahrrelevante und altersbedingte Leistungsfaktoren schleichend und können nur bis zu einem gewissen Grad durch Vermeidungsstrategien der Fahrzeuglenker verhindert werden. Deshalb sollen Hausärzte in Zukunft mithelfen fahruntüchtige Menschen dazu zu bewegen, den Führerschein freiwillig abzugeben. Wer dem widersteht und im Straßenverkehr auffällt, der soll zukünftig zu einem Zwangstest geschickt werden bei dem die Fahrtüchtigkeit überprüft wird. Fällt das Ergebnis negativ aus, dann kann der Führerschein entzogen werden, so die Pläne von Bündnis 90/Die Grünen.
Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro
Tags: Führerschein, Politik, Senioren





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