Explosion der Gaspreise befürchtet
Die letzte Gaspreiserhöhung ist erst seit wenigen Tagen in Kraft, da warnt das Umweltministerium schon vor dem nächsten Horrorszenario für die Verbraucher. Nach Ansicht der Bundesbehörde ist im Herbst mit einem erneuten Preisanstieg zu rechnen. Nachdem die Gasversorger bereits im Juni die Preise um durchschnittlich 25 Prozent angehoben haben, rechnen die Experten diesmal mit einer Erhöhung von bis zu 40 Prozent - zu viel für viele Senioren. Der Grund: der hohe Ölpreis und Spekulationsgewinne. Mit einer Verzögerung von sechs Monaten folgen die Gaspreise aufgrund langfristiger Verträge den Ölpreisen. Und die klettern seit Monaten von Rekordmarke zu Rekordmarke - zuletzt auf 139 Dollar pro Barrel (159 Liter). Neben den sozial Schwachen leidet vor allem eine Bevölkerungsgruppe unter den explodierenden Preisen von Strom, Energie und Lebensmitteln. Während die Politik bereits laut über eine Erhöhung der Hartz IV Regelsätze nachdenkt, bleiben die Rentner außen vor. Kleine Rente - kleines Eigenheim = Gutes Auskommen. Diese jahrzehntelang gültige Formel gerät zunehmend ins Wanken. Existenzen sind gefährdet. Doch was tun? Die Verbraucherzentralen raten den Gasversorgern gegenüber zu einer harten Gangart. Sie müssen die Preiserhöhung nämlich nicht widerstandslos hinnehmen. Auch wenn auf dem liberalisierten Gasmarkt noch immer kein echter Wettbewerb herrscht. Grundsätzlich gibt es in vielen Gebieten alternative Versorger, die Sie mit Gas beliefern können. Im Internet können Sie die Preise ganz einfach vergleichen. Wenn Sie einen günstigeren Anbieter finden, dann zögern Sie nicht und wechseln. Planen Sie ohnehin die Anschaffung einer neuen Heizanlage, dann können Sie neben den Primärengergieträgern wie Gas und Öl auch eine Holzpelletsheizung in Betracht ziehen. Diese sind umweltfreundlich und werden bei der Anschaffung bezuschusst. Auch der klassische Ofen feiert eine Wiederauferstehung. Heizen mit Holz ist “in”. Vor allem, weil es CO2-neutral ist. Das bedeutet, dass Bäume exakt so viel Sauerstoff im Laufe ihres Lebens produziert haben, wie sie beim verbrennen freisetzen. Und die Wärme beim Heizen mit Holz wird allgemein als sehr angenehm empfunden. Obendrein können auch Mieter nach Absprache mit dem Vermieter häufig auf diese günstige Art zu heizen zurückgreifen.Â
Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro





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Am 9. Juni 2008 um 13:46 Uhr
Gutgemeinte Ratschläge, aber die Art der Heizung zu wechseln verursacht auch erst einmal relativ hohe Kosten (sofern es im Hinblick auf bauliche Gegebenheiten möglich ist).
Echten Wettbewerb findet man ja am Gasmarkt leider noch nicht - da steht die Ölpreisbindung davor.
Am 1. August 2008 um 18:22 Uhr
Da muss ich zeitcollector Recht geben, auch ich habe durchgerechnet. Erdwärme, Solar und Holzpellets benötigen Amortisationszeiten von 10 - 20 Jahren (nach meinem Verbrauch), wobei die Holzpelletheizung am günstigsten ist. Ich muss also leider erstmal mit dem teuren Gas vorlieb nehmen und mich kalt duschen.
Am 15. August 2008 um 12:05 Uhr
Da Strom- und Gasmarkt monopolistische Züge aufweisen, bleibt den Verbrauchern leider nichts anderes übrig als zu zahlen oder zu verzichten. Einzige Alternative: Investitionen in nicht unerheblicher Höhe. Heizen mit Holz feiert ein Comeback. Allerdings sind Preiserhöhungen zu befürchten, wenn der Boom anhält. Gestatten Sie mir eine persönliche Anmerkung: Die Monopolisten des Strom- und Gasmarktes leiten meiner Meinung nach mit Ihren Preisdiktaten eine Entwicklung ein, an deren Ende sie sich selbst schaden. Die langfristige Folge der massiven Verteuerungen wird dazu führen, dass Einfamilienhäuser irgendwann zu Selbstversorgern werden. Das freilich werden die Verantwortlichen von heute aber nicht mehr erleben.
Am 16. August 2010 um 10:31 Uhr
… so wie jedes Jahr, wird auch dieses Jahr mal wieder mit einer Preiserhöhung zur Heizperiode gerechnet
Wer dem aus dem Weg gehen will, sollte jetzt noch einen Tarif mit einer Preisgarantie sich suchen.