Handys bei Senioren mäßig beliebt
Jahrelang beklagten Verbraucherexperten die überladenen Funktionen von Mobiltelefonen. Ihr Schluss: Senioren kämen mit der komplizierten Technik nicht zurecht und würden eine Vielzahl der Funktionen nicht benötigen. Heute ist die Situation gänzlich anders. Die Hersteller haben die Generation 50plus längst als kaufkräftige Zielgruppe erkannt und bieten entsprechende Geräte für Senioren an. Hinsichtlich der Akzeptanz in puncto mobiler Telefonie hat sich aber nur wenig geändert. Darauf weist der Branchenverband Bitkom in einer Pressemitteilung hin.
Die meisten Deutschen können sich ein Leben ohne Handy kaum noch vorstellen. Der ältere Teil der Bevölkerung sieht das anders: Senioren, die älter sind als 65 Jahre, kommen nach wie vor prima auch ohne Mobiltelefon aus, so der Branchenverband Bitkom. Offensichtlich sind die Berührungsängste nach wie vor vorhanden. Das Ergebnis der Bitkom-Umfrage lautet denn auch: Gut die Hälfte der über 65-Jährigen in Deutschland besitzt kein Handy. In der Altersklasse der 50- bis 64-Jährigen fällt diese Bilanz ganz anders aus. Drei Viertel sind mobil erreichbar. Ein Trend der sich fortsetzt, denn: Je jünger, desto eher zählt das Handy zur Grundausstattung. 92 Prozent der 30- bis 49-Jährigen telefonieren mobil. Noch deutlicher ist die Entwicklung zur mobilen Erreichbarkeit bei den 14- bis 29-Jährigen: Sage und schreibe 97 Prozent sind via Handy überall dort erreichbar, wo die Empfangssituation es zulässt. Erstaunlich ist ein anderes Umfrageergebnis: Mehr als 20 Prozent der Deutschen besitzen mehr als ein Handy.
Jürgen Ponath | textpoint Redaktionsbüro






