”Wir sehen uns später!”

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”Wer dieses Buch liest, erkennt: Es gibt kein langweiliges Leben. Es bleibt ein großes Abenteuer bis ins hohe Alter”,
sagt Dr. Norbert Blüm, Bundesminister a. D.

Cover - Wir sehen uns später
Wir sehen uns später
100 Perspektiven zum
Leben im Alter.

„Das Alter“ gibt es nicht! Es ist so unterschiedlich wie das Leben selbst. Die Initiative Hausnotruf suchte den Dialog mit der Bevölkerung, um jenseits aller Statistiken einen Eindruck zu bekommen, welche Vorstellungen Menschen vom Leben im Alter haben. Dr. Norbert Blüm, Bundesminister a. D. für Arbeit und Sozialordnung, übernahm die Aufgabe, Menschen in einem bundesweiten Medienaufruf zu fragen: „Wie möchten Sie alt werden?“ Von den vielen eingesendeten Briefen wurden 100 dieser individuellen Positionen zum Alter ausgewählt und zu einem Buch gebunden. Zwei Autorinnen kamen auch zur Pressekonferenz und bestätigten den Eindruck, dass „das Altern“ höchst individuell ist.

„Durch den Wegfall der Großfamilie leben viele alte Menschen heute allein“, sagt die Gastgeberin der Konferenz, die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), zum Auftakt. „Das DRK ist bemüht, der Einsamkeit der Älteren vorzubeugen, indem Altenheime nicht mehr auf der grünen Wiese, sondern in der Stadt gebaut werden, wo Austausch, Kontakt und Aufgaben warten. Zum Beispiel als Großelternersatz, der in vielen Familien nötig ist“.

„Den Alltag alleine erledigen macht fit,“ führt Freifrau von Schenck zu Schweinsberg fort, „und trotzdem brauchen Menschen manchmal Hilfe. Diese Hilfe bietet Ihnen der Hausnotruf.“

„Immer sprechen wir von Defiziten, wenn wir vom Alter sprechen“, sagte Peter Balz, Geschäftsführer der Initiative Hausnotruf. „Das Lesen dieser Briefe aber macht deutlich, dass das Leben im Alter keine grundsätzlich bemitleidenswerte Situation ist“. Politik und Gesellschaft müssen Menschen aller Generationen stark für das individuelle Altern machen und gleichzeitig technisch flexible Hilfsangebote machen. Dafür sind drei Faktoren von Bedeutung, die der Hausnotruf alle erfüllt“, erläutert Peter Balz, „Flexibilität, geringe Kosten und die Einbeziehung von Nachbarn, Verwandten und Freunden.“

Buchpräsentation - Foto: Initiative Hausnotruf
Dr. Norbert Blüm, Peter Balz, MD Dieter
Hackler, Donata Freifrau von Schenck zu Schweinsberg (stehend), Leserbrief- autorinnen Waltraud Cott und Annelies Konwiarz (sitzend).
Foto: Initiative Hausnotruf

„Wer dieses Buch liest, erkennt: Es gibt kein langweiliges Leben. Es bleibt ein großes Abenteuer“, sagte Dr. Norbert Blüm, Bundesminister a. D. für Arbeit und Sozialordnung. Er erklärt, dass es der Generation seines Großvaters noch gereicht hat, in den letzten Jahren des Lebens den Dackel ums Carrè zu führen. „Meiner Generation genügt das nicht!“, sagt der engagierte Ex-Bundesminister.
„Viele Alte wollen gar nicht in Ruhe gelassen werden. Es reicht Ihnen eben nicht, auf der Parkbank zu sitzen und auf den Tod zu warten.“ Dabei gibt es laut Blüm zwei unterschiedliche Arten der Hilflosigkeit im Alter: Die einen wollen helfen, werden aber nicht mehr gefragt, und die anderen brauchen Hilfe.

Armutsfalle Einsamkeit: „Das hat nichts mit oben und unten zu tun“, sagt der Bundesminister a. D. für Arbeit und Sozialordnung. „Einsamkeit im Alter ist wie Einzelhaft und verhindert alle Freude.“ Das Thema, das alle Briefe vereint, ist die Angst der Menschen davor, im Notfall allein zu sein. „Der Hausnotruf kann hier ganz konkret ansetzen und Menschen, die allein sind, im Notfall helfen“, sagt Dr. Norbert Blüm.

Dr. Norbert Blüm übergab das Buch „Wir sehen uns später!“ an Dieter Hackler, Leiter der Abteilung 3 „Ältere Menschen“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Er zeigte sich begeistert: „Dies ist eine einmalige Sammlung, die uns zeigt, dass Regierung und Gesellschaft sich auf differenzierte Altersbilder
einstellen müssen,“ so Hackler.

Er erklärt, dass ein heute geborenes Mädchen rein rechnerisch 104 Jahre alt wird und dass Politik und Gesellschaft das Alter bejahen lernen müssen. „25 Mio. Menschen werden über 65 Jahre alt sein, 2,2 Mio. davon Pflegefälle. Alle anderen werden ein facettenreiches Leben im Alter leben wollen und wir müssen die Perspektiven dafür schaffen,“ erklärt Hackler. Er fährt fort: „Diese Menschen bieten eine große Ressource für das Land, wenn alle mit Freude alt werden. Freude haben Menschen aber nur dann, wenn sie keine Angst haben. Diese Angst kann ihnen der Hausnotruf nehmen, dann entwickeln sie auch Perspektiven.“

Vorgeschichte zur Initiative Hausnotruf
Erstmals verbinden sich Deutsche Wohlfahrtsverbände, Hilfsorganisationen und Anbieter von Hausnotrufgeräten zur Initiative Hausnotruf. Die Initiative verfolgt das Ziel, Politik und Gesellschaft über Möglichkeiten und Grenzen des individuellen Alterns mit Hilfe von Hausnotrufsystemen aufzuklären.

Eingestellt von Detlef Klemme - Chefredakteur im BLiCKpunkt-Medienverbund

Mehr Informationen finden Interessierte unter www.initiative-hausnotruf.de. Hier finden Sie das Buch als PDF-Download ”Wir sehen uns später!

 

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3 Reaktionen zu “”Wir sehen uns später!””

  1. Cedric

    habe dass buch mal bestellt…
    werd ich meiner Tante zum geburtstag schenken ich hoffe sie freut sich..
    Gruß Cedric

    Link gelöscht*

     
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  2. Senioren-Geschenke

    Bin sehr gespannt auf die Lektüre dieses Buches!

  3. Michael Rau

    Verdrängen muss nicht sein. Altern ist oft gar nicht lustig. Aber: Das Buch “Gretes Geschichte” von C. Wernersson, zu haben bei http://www.literaturdepot.eu, hat mich zu diesem Thema begeistert. Da wird Situationskomik mit der sozialen Frage verknüpft, und das Tabu Demenz ist auch mit drin - da werden Kinder und Erwachsene gleichermaßen sanft und deutlich darauf aufmerksam, dass wir so nicht weitermachen können in unserer alternden Gesellschaft - die Alten wegschließen oder ausschließen? Nein, sondern miteinander, die Enkelin mit der Oma zeigt’s den Erwachsenen. Und die Zipperlein und Besonderheiten des Alters sind da so überzeichnet - da können wir Alten drüber lachen und uns evtl. freuen, dass es uns noch nicht so geht. Der Ernst kommt gegen Ende des Buches immer mehr in den Vordergrund. Muss man gelesen haben und auch den Kindern zu lesen geben!

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