Wohnen im Alter: Boden schlägt bei Stürzen Alarm

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sensfloor80 Prozent der Stürze in Seniorenheimen passieren vor dem Bett oder im Badezimmer, so eine Studie der AOK. Damit diese gefährlichen Situationen nicht unentdeckt bleiben, gibt es den “SensFloor”-Boden. Wie die Technik genau funktioniert, erfahren Sie hier.

Eingeschränkte Beweglichkeit nach Sturz

Stürze stellen im Haushalt das größte Unfallrisiko für ältere Menschen dar. Stolperfallen wie Teppiche oder falsches Schuhwerk sind ebenso gefährlich wie mangelndes Sehvermögen oder Gleichgewichtsstörungen. Das Schlimme daran ist, dass ein Sturz meist nicht immer glimpflich ausgeht, und der Gestürzte oft stundenlang verletzt am Boden verharren muss. Neben Prellungen und Verstauchungen haben Hüftfrakturen die größten gesundheitlichen Folgen. Solche Brüche heilen oft nur schlecht. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind nach der Fraktur in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt, 20 Prozent werden sogar pflegebedürftig. Es ist also enorm wichtig, Stürze sofort zu erkennen.

Eine gute Methode, Stürze rechtzeitig zu bemerken, wird durch hochtechnisierte Bodenbeläge gewährleistet. Der sogenannte SensFloor erkennt Notfallsituationen anhand von Bodensensoren und schlägt Alarm. Dabei funken Hunderte von Drucksensoren Signale an einen Empfänger, wenn jemand über den Boden läuft. Ändert sich der Druck an den einzelnen Sensoren derart, dass es anstelle von Fußabdrücken einen Körperdruck gibt, wird der Alarm ausgelöst. Die Technik funktioniert sowohl bei einem Teppich als auch bei Laminat.

Viele Heime sind vom sensitiven Bodenbelag überzeugt

Der “SensFloor” wurde bereits in einigen Seniorenheimen mit Erfolg getestet: Im Seniorenzentrum „Wohnen am Schlossanger“ in Höhenkirchen wurden Pflegezimmer mit dem hochtechnisierten Bodenbelag ausgestattet. “Wir haben zwar Notfall-Glocken im Badezimmer und am Bett, doch außerhalb von deren Reichweite decken erst die neuen Bodensensoren den Wohnbereich ab. Ich sehe das als gute Unterstützung und große Chance für mehr Sicherheit”, ist Irmgard Kaleve, Leiterin des Heims, von “SensFloor” überzeugt. Zusätzlicher positiver Nebeneffekt sei, dass im Gegensatz zur Videoüberwachung die Intimsphäre der Senioren gewahrt bleibe. Außerdem müssen sich diese nicht mit technischen Details auseinandersetzen.

Weitere nützliche Tipps zum Thema altersgerechtes Wohnen finden Sie auch in einem Zeitungsartikel des Hamburg Magazin. Hinter den unterschiedlichen Ideen wie dem sensitiven Bodenbelag, steckt die Vision, jene Zeit zu verlängern, die ältere Menschen selbstständig in gewohnter Umgebung verbringen können. Denn viele Senioren möchten auch im hohen Alter ihre Unabhängigkeit bewahren.

Bild: Sensfloor

2 Reaktionen zu “Wohnen im Alter: Boden schlägt bei Stürzen Alarm”

  1. Thomas

    Wird diese Technik nur in Altenheimen verwendet? Ich bin aktuell auf der Suche nach einem geeigneten Variante, weil wir unseren Vater selber pflegen und genau dies nicht passieren soll.
    Wäre nett, wenn ich eine Antwort erhalten könnte, weil wir alsbald mit der Bad-Renovierung beziehungsweise dem Umbau begonnen.

  2. Feddersen (Hamburg)

    Etwas werblich der Artikel, finde ich. Jedoch ein guter Tipp. Auch wir würden sowas für das Bad gut finden. So ein Sensorboden scheint mir sicherer als das Notfallhandy Rollator.

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